Pastor Robert Steinmetz

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Robert Steinmetz wurde als 10. Kind auf dem vormals Jarckschen Hof in Groden geboren, den sein Vater im Jahr vorher von den Jarckschen Erben gekauft hatte. Durch die große Geschwisterschar lernte er früh, Rücksichten zu nehmen.  Diese und eine stille Zurückhaltung waren sein Leben lang Ausdruck seines Wesens.

Nach dem Schulbesuch in Groden und Hamburg (Johanneum) entschied er sich für des Studium der Theologie. Er studierte in Marburg, Tübingen und Halle, gehörte in Tübingen und Halle mit großer Begeisterung dem "Wingolf" an. Bevor er seine Examina machte, war er eine Zeit lang Hauslehrer in Hamburg. Während der Studienzeit leistete er seinen Wehrdienst beim hessischen Jägerbataillon in Marburg ab.

Im Jahre 1906 wurde er vom alten Senator Behrmann aus Hamburg ordiniert und als Hilfsprediger in Döse eingesetzt. Hier blieb er bis  1910. In dieser Zeit heiratete Robert die Tochter von Pastor Becker in Groden, Carla Becker, mit der er fast ein halbes Jahrhundert hindurch in Freud und Leid verbunden war. Ihre älteste Tochter, Annemarie, wurde  noch in Döse geboren.

In jenen Jahren waren Theologenstellen noch knapp, deshalb musste die Familie für 4 Jahre nach Görlitz in Schlesien ziehen. Dort wurden die Kinder Hartwig und Hanna geboren. 1914 wählte  der Kirchenvorstand in Groden Robert zum Pastor von Groden. Hier wirkte  er bis zu seiner Pensionierung 1947 mit großem Segen. Ihm zur Seite stand Carla Steinmetz. Durch ihr Verstehen und Mitarbeiten kamen seine besten Kräfte zur Entfaltung. Noch heute, lange nach beider Tod, ist ihre Ausstrahlung in Groden zu spüren. Das wohl Größte an Robert und Carla war, dass sie in jedem Menschen, ob hoch, ob niedrig, ob elegant oder in Lumpen, den Mitbruder sahen. Für jeden im Dorf Groden hatte Robert, ging er durch die Straßen, freundliche Worte, gleich wer er war.

Sie hatten viele Pflegekinder, die in Pastors Fürsorge in schweren Zeiten  bewahrt und gefördert wurden. Wohl jeder von uns Nichten und Neffen ist Robert und Carla irgendwie in großer Dankbarkeit verbunden gewesen und ihr Andenken ist sehr lebendig.

© Michael Schubert 2013